Audio-Collections: Foucault und LGBT Geschichte

Leider wieder nur ein knapper Eintrag. Hier gibt es Links zu zwei Audio-Kollektionen: Einmal zu Aufzeichnungen von zwei Vorlesungsreihen Focaults an der Uni Berkeley in den 1980ern („On Truth, Subjectivity, and Parrhesia“); außerdem zu Aufzeichnungen von „over 20 hours of programming related to LGBT history and culture that originally aired on Pacifica radio from 1958 to 1998″.
Viel Vergnügen!
nina

Katastrophe: Medien u. Geschichte

Liebe interessierte KollegInnen,

Im Oktober gibt es in Weimar die Jahrestagung meines Kollegs, die sich mit Katastrophen(geschichtsschreibung) und Medien auseinandersetzt. Ich selbst moderiere das Panel crashing history, das von HistorikerInnen bestritten wird, möchte Euch alle sehr herzlich einladen zu kommen und würde mich sehr freuen, Euch bei unseren Diskussionen dabeizuhaben. Das Thema Katastrophe soll insbesondere in meinem Panel auch auf geschichtstheoretische und methodologische Fragen hin beleuchtet werden…
Plakat und flyer findet ihr unter. www.mediale-historiographien.de

herzliche Grüße vom Schreibtisch und bis hoffentlich bald mal wieder!

David (Sittler, Weimar/Erfurt)

foucault konferenz

unter http://www.unisa.edu.au/hawkeinstitute/publications/foucault-25-years/default.asp finden sich volltexte einer im juni abgehaltenen foucault-konferenz an der uni adelaide – breite palette von themen!

Onlinefundus zur History of Sexuality

hallo,
seit längerer zeit mal wieder ein netzfundstück: unter diesem Link findet ihr ein sexualitätsgeschichtliches online-projekt – „OutHistory.org – Making Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Queer U.S. History“. hinter der seite steht jonathan ned katz („the invention of heterosexuality“). auf der page gibt es ein paar artikelchen, aber, wie ich finde, viel interessanter, sind die quellen, die dort online gestellt wurden, z.B. die polizeiberichte zu den stonewall riots und pdfs des ComeOut!-magazines zwischen 1969 und 1972.

birth of biopolitics

vielleicht bin ich ja mal wieder die letzte, die es mitschneidet;), aber hier lässt sich das erste kapitel (inkl. inhalt und index) von foucaults ‚birth of biopolitics‘ (vorlesungen 1978-79) herunterladen (erschienen im april 2008).

grüße aus DC!

Funny goofs bei der Spracherkennung

Um mir mein immer äußerst ausführliches Exzerpieren zu erleichtern, probiere ich gerade ein Spracherkennungsprogramm aus (Dragon Naturally Speaking), mit Hilfe dessen ich dem Computer meine Exzerpte einfach diktieren kann. Funktioniert eigentlich ganz gut, auf Deutsch bei mir noch besser als auf Englisch (letzteres ist auch noch ein ganz gutes Aussprachetraining:) Das wichtigste ist eigentlich ein gutes Headset, für Spracherkennung geeignete gibts schon ab etwa 20 Euren.

Meine These ist ja, dass ein eingefleischter Monty Python-Fan die Software geschrieben hat, weil die Erkennungsfehler manchmal hinreißend komisch sind und Monty Python Slang zeigen.
Meine TOP 5 der lustigsten Spracherkennungsgoofs (zuerst, was ich schreiben wollte, dann, was die Software verstanden hat):

5. family tutors – feminine EQ toes
4. in the gendered and sexualized practices of juvenile justice – you didn‘t ask who allies practices of July justice
3. governmentality – govern make a tea
2. frontier liberty – frontal nudity

und – bisher ungeschlagen:
1. aus ‚expert‘ wurde ‚ex-parrot‘

und weil’s so schön ist, hier der link zu dem Monty Python Ex-Parrot-Sketch: Link

„race trumps gender“ !? – Gabriele Dietze über Obama vs. Clinton

Gestern war Gabriele Dietze, Amerikanistin aus Berlin, bei uns in der Vorlesungsreihe Jenseits der Geschlechtergrenzen mit einem Vortrag zu „Obama vs. Clinton – Verquere Intersektionen von Rassismus und Sexismus“. Sie hat in ihrem Vortrag die – nach allen Intersektionalitätsdebatten überraschende – These aufgestellt, dass Obama und Clinton sich in einer ’sich ausschließenden, bzw. über einschließenden Ausschluss verbundenen Opferkonkurrenz‘ befunden hätten und es insofern nicht verwunderlich sei, dass Obama triumphiert hätte, weil antirassistische Argumente gegenüber antisexistischen empowernde Funktion hätten. Dietze hat historisch weit ausgeholt und im Prinzip die wichtigsten ‚Stationen‘ der Konstitution des Verhältnisses ‚weiße Frau/schwarzer Mann‘ gestreift; umso überraschender war dann wirklich die conclusion, illustriert nicht nur mit Obama, sondern auch mit der Verteidigungsrede von Clarence Thomas, der angesichts eines ’sexual harassment‘-Vorfalls von ‚high-tech lynching‘ sprach, was laut Dietze eine ihn ermächtigende diskursive Veropferung war.
Besonders erstaunt war ich auch von den Worten, die Dietze von der Intersektionalitäts‘königin‘ Kimberle Crenshaw und Eve Ensler (‚The Vagina Monologues‘) zitierte: „While denying any intention to square off racism against sexism, the ‚either/or‘ feminists nonetheless remind us that the Black (man) got the vote before the (white) woman, that gender barriers are more rigid than racial barriers, that sexism is everywhere and racism is not […].“ („Feminist Ultimatums: Not In Our Name“, Februar 2008, online unter: Link

Ist der Mythos des Schwarzen Vergewaltigers gerade in den USA diskreditiert, bzw. nur noch aus der ‚Opfer‘perspektive einsetzbar? das wär ja mal was… – ich kanns mir aber gerade schwer vorstellen.

„Nichts ist wesentlich“

unter http://www.zeit.de/2009/03/ST-Darwin?page=1 findet sich ein Interview mit Sarasin aus der aktuellen ZEIT zu seinem neuen Darwin-Buch.

Photos von „LIFE“

das LIFE magazine hat große Teile seiner Photo-Collection ergooglebar gemacht, s.
http://www.life.com/Life/ – u.a. alle TIME-Cover in guter Auflösung….

finanzkrise

zur finanzkrise gibt es einen recht hörenswerten 10-teiligen podcast
von national public radio (planet money), anzuhören unter http://www.npr.org/rss/podcast/podcast_detail.php?siteId=94411890.