Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Katastrophe: Medien u. Geschichte

Liebe interessierte KollegInnen,

Im Oktober gibt es in Weimar die Jahrestagung meines Kollegs, die sich mit Katastrophen(geschichtsschreibung) und Medien auseinandersetzt. Ich selbst moderiere das Panel crashing history, das von HistorikerInnen bestritten wird, möchte Euch alle sehr herzlich einladen zu kommen und würde mich sehr freuen, Euch bei unseren Diskussionen dabeizuhaben. Das Thema Katastrophe soll insbesondere in meinem Panel auch auf geschichtstheoretische und methodologische Fragen hin beleuchtet werden…
Plakat und flyer findet ihr unter. www.mediale-historiographien.de

herzliche Grüße vom Schreibtisch und bis hoffentlich bald mal wieder!

David (Sittler, Weimar/Erfurt)

foucault konferenz

unter http://www.unisa.edu.au/hawkeinstitute/publications/foucault-25-years/default.asp finden sich volltexte einer im juni abgehaltenen foucault-konferenz an der uni adelaide – breite palette von themen!

birth of biopolitics

vielleicht bin ich ja mal wieder die letzte, die es mitschneidet;), aber hier lässt sich das erste kapitel (inkl. inhalt und index) von foucaults ‚birth of biopolitics‘ (vorlesungen 1978-79) herunterladen (erschienen im april 2008).

grüße aus DC!

Funny goofs bei der Spracherkennung

Um mir mein immer äußerst ausführliches Exzerpieren zu erleichtern, probiere ich gerade ein Spracherkennungsprogramm aus (Dragon Naturally Speaking), mit Hilfe dessen ich dem Computer meine Exzerpte einfach diktieren kann. Funktioniert eigentlich ganz gut, auf Deutsch bei mir noch besser als auf Englisch (letzteres ist auch noch ein ganz gutes Aussprachetraining:) Das wichtigste ist eigentlich ein gutes Headset, für Spracherkennung geeignete gibts schon ab etwa 20 Euren.

Meine These ist ja, dass ein eingefleischter Monty Python-Fan die Software geschrieben hat, weil die Erkennungsfehler manchmal hinreißend komisch sind und Monty Python Slang zeigen.
Meine TOP 5 der lustigsten Spracherkennungsgoofs (zuerst, was ich schreiben wollte, dann, was die Software verstanden hat):

5. family tutors – feminine EQ toes
4. in the gendered and sexualized practices of juvenile justice – you didn‘t ask who allies practices of July justice
3. governmentality – govern make a tea
2. frontier liberty – frontal nudity

und – bisher ungeschlagen:
1. aus ‚expert‘ wurde ‚ex-parrot‘

und weil’s so schön ist, hier der link zu dem Monty Python Ex-Parrot-Sketch: Link

„race trumps gender“ !? – Gabriele Dietze über Obama vs. Clinton

Gestern war Gabriele Dietze, Amerikanistin aus Berlin, bei uns in der Vorlesungsreihe Jenseits der Geschlechtergrenzen mit einem Vortrag zu „Obama vs. Clinton – Verquere Intersektionen von Rassismus und Sexismus“. Sie hat in ihrem Vortrag die – nach allen Intersektionalitätsdebatten überraschende – These aufgestellt, dass Obama und Clinton sich in einer ’sich ausschließenden, bzw. über einschließenden Ausschluss verbundenen Opferkonkurrenz‘ befunden hätten und es insofern nicht verwunderlich sei, dass Obama triumphiert hätte, weil antirassistische Argumente gegenüber antisexistischen empowernde Funktion hätten. Dietze hat historisch weit ausgeholt und im Prinzip die wichtigsten ‚Stationen‘ der Konstitution des Verhältnisses ‚weiße Frau/schwarzer Mann‘ gestreift; umso überraschender war dann wirklich die conclusion, illustriert nicht nur mit Obama, sondern auch mit der Verteidigungsrede von Clarence Thomas, der angesichts eines ’sexual harassment‘-Vorfalls von ‚high-tech lynching‘ sprach, was laut Dietze eine ihn ermächtigende diskursive Veropferung war.
Besonders erstaunt war ich auch von den Worten, die Dietze von der Intersektionalitäts‘königin‘ Kimberle Crenshaw und Eve Ensler (‚The Vagina Monologues‘) zitierte: „While denying any intention to square off racism against sexism, the ‚either/or‘ feminists nonetheless remind us that the Black (man) got the vote before the (white) woman, that gender barriers are more rigid than racial barriers, that sexism is everywhere and racism is not […].“ („Feminist Ultimatums: Not In Our Name“, Februar 2008, online unter: Link

Ist der Mythos des Schwarzen Vergewaltigers gerade in den USA diskreditiert, bzw. nur noch aus der ‚Opfer‘perspektive einsetzbar? das wär ja mal was… – ich kanns mir aber gerade schwer vorstellen.

„Nichts ist wesentlich“

unter http://www.zeit.de/2009/03/ST-Darwin?page=1 findet sich ein Interview mit Sarasin aus der aktuellen ZEIT zu seinem neuen Darwin-Buch.

Theorie II

Beim Stöbern nach meinen Themen bin ich auf 2 brandneue Ausgaben von „Ethnic and Racial Studies“ gestoßen, die von breiterem Interesse sein könnten:
Vol. 31 (1) 2008: Spezialthema Whiteness
Vol. 31 (4) 2008: Oberthema Transnationalism

Viel Spaß damit!

ein versuch

ich denke, dieser blog kann ein ganz praktischer versuch sein, sich auszutauschen, fragen zu stellen oder hinweise zu geben oder so. das kolloquium in erfurt hat ja gezeigt, dass wir viel voneinander lernen können:)
ich bin gespannt. nina